Luftverschmutzung

Luftverunreinigungen sind nach dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes (BImschG) als Veränderungen der natürlichen Zusammensetzung der Luft durch Rauch, Ruß, Staub, Gase, Aerosole, Dämpfe und Geruchsstoffe definiert. Nach physikalisch-chemischen Kriterien werden sie übergeordnet in Dämpfe, Gase und Stäube unterteilt. Der überwie­gende Anteil der Verunreinigungen stammt aus anthropogenen Quellen wie Industrie und Verkehr, ein kleiner Teil resultiert aus natürlichen Vorgängen wie Waldbränden und Vulkan­ausbrüche. In Industriestädten werden meist mehr als 1000 Fremdstoffe emittiert, wovon die wichtigsten in Tabelle "Luftverunreinigungen in der Troposphäre und ihre anthropogenen Hauptquellen" aufgeführt sind.


Die Freisetzung der Luftverunreinigungen wird als Emission bezeichnet, ihre Verteilung und Verdünnung in der Atmosphäre als Transmission und die Einwirkung auf Mensch, Tier, Pflanze, Boden und Sachgüter als Immission. Als Maßeinheit für die Emissionen bzw. Immissionen wird entweder die Massenkonzentration mg/m3 (bzw. µg/m3) oder die Volumeneinheit cm3/m3 (ppm) verwendet.


Den größten Anteil machen die anorganischen Gase aus, die bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen. Gesundheitlich von höherer Relevanz sind die organischen Stoffe, die vor allen vom Verkehr emittiert werden, wie das kanzerogene Benzol, die zum Teil kanzerogen wirkenden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie an Partikeln haftende Schwermetalle. Die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten, die durch die Luftverschmutzung allge­mein entstehen, betragen nach Schätzung der OECD zwischen 20 - 80 Milliarden € pro Jahr. Das Umweltbundesamt schätzte für 1986, dass von den in Deutschland durch Atemwegerkrankungen herbeigeführten Kosten ca. 1 - 3 Milliarden € durch Luftverschmutzungen verursacht wurden.


Luftbelastungen werden unterschieden in:

  • Außenluftbelastungen
  • Innenraumluftbelastungen